Artgerechte Goldhamster-Haltung

Vor der Anschaffung eines Hamsters sollten Sie sich unbedingt über die artgerechte Haltung informieren. Im Zoofachgeschäft wird man meistens falsch beraten und die dort angebotenen Käfige sind meist viel zu klein. Bitte lest euch die Infos mal durch:

 

Ein artgerechtes Gehege beinhaltet:

- Hamster sind absolute Einzelgänger und dürfen nicht zusammen gehalten werden

- Mindestmaße 100x50x50 cm (Größer ist natürlich immer besser)

- Hohe Einstreu (mindestens 15 cm hoch)

- ein Laufrad, mindestens Ø 27 cm ( beim Mittelhamster )

- Sandbad mit Chinchilla-Sand (bitte KEIN Vogelsand, dieser ist zu scharf und können die Pfoten verletzen)

- viele Versteckmöglichkeiten, z.B. Korkröhren, Brücken, Tunnel

- artgerechtes Hamsterfutter (dieses bekommt man nur im Internet, gerne gebe ich Tipps)

- Mehrkammernhaus aus Holz

- Nistmaterial: Parfümfreies und unbedrucktes Toilettenpapier oder Zewa

- KEINE Hamsterwatte - dieses kann den Hamstern die Gliedmaßen abschnüren

- maximale Fallhöhe der Einrichtung / Ebenen - 15 cm (bei höherem können sich die Tiere schwer                   verletzen)

 

Hier Liste ich mal einige Gehege-Arten auf:

Aquarium mit Gitterdeckel:

Ein Aquarium mit einem Gitterdeckel eignet sich super als Behausung. Hier hat man den Vorteil, dass man schön hoch einstreuen kann - so kann der Hamster nach Herzenslust buddeln. Praktisch ist, wenn man die Einstreu schichtweise mit Heu mischt, so halten die Gänge viel besser.

 

Aquarien findet man häufig günstig im Internet. Hier gebe ich euch gerne Tipps - dazu einfach eine Nachricht senden.

Gitterkäfig:

Bei Gitterkäfigen sollte man darauf achten, dass der Gitterabstand zwischen 0,6 und 1,0 cm liegt, damit der Hamster nicht ausbrechen kann. Bitte darauf achten, dass das Gitter aus Metall ist, weil plastikummantelte Gitterstäbe bei Langeweile angenagt werden können - dies ist durch das Plastik nicht ungefährlich und kann zu gesundheitlichen Problemen führen.

Holzterrarium:

Holzterrarien (z.B.  aus OSB) eignen sich ebenfalls sehr gut als Behausung. Wer handwerklich etwas begabt ist, kann sich diese auch selber bauen. Man sollte jedoch auf ausreichende Belüftung achten. Praktisch ist es, wenn man ein Holzterrarium innen fliest - so wird das Holz auch durch Urin geschützt. Alternativ kann man auch Spielzeuglack (Sabberlack) nehmen und das Holz damit lackieren.

Glasterrarium:

Bei einem Glasterrarium sollte man ebenfalls auf gute Lüftung achten (Lüftung im Dach und an den Seiten oder unter den Schiebetüren). Hier hat man den Vorteil, dass man freie Sicht auf sein Tier hat. Je nach Umstand empfiehlt es sich, einen Streuschutz von 15-20 cm anzubringen, damit man auch hier schön hoch einstreuen kann - ohne dass einem beim Öffnen der Schiebetür die Streu herausfällt.